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“Wir stehen in der ersten Reihe und machen jeden Tag einen Unterschied für unsere Kund:innen.”

Yunex Traffic beschäftigt weltweit über 1.200 Mitarbeiter:innen in den Customer Services. Sie zu leiten, zu betreuen, zu fordern und zu fördern und gleichzeitig sicherzustellen, dass unsere Kund:innen zufrieden sind, ist die nicht ganz einfache Aufgabe unserer Service Manager:innen.

Wie schaffen sie diesen Spagat, welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen und wie sorgen sie dafür, dass die Arbeit in den Customer Services bei Yunex Traffic ein ganz besonderer Job ist? Wir haben bei Eric Möller aus Deutschland, Martijn Koolhoven aus den Niederlanden und David Marsden aus Großbritannien nachgefragt.

Bitte erzählt uns ein wenig über euch und eure Rolle bei Yunex Traffic.

Martijn: Ich bin Martijn Koolhoven und stolz darauf, bei Yunex Traffic Niederlande für die Customer Services zuständig zu sein. Unser Team, eine Gruppe begeisterter, professioneller und kundenorientierter Mitarbeiter:innen, verwaltet zahlreiche Wartungsverträge für die wichtigste Infrastruktur der Niederlande. Ich lebe mit meiner Frau, meinem Sohn (8) und meiner Tochter (6) in der Stadt Delft. Ich liebe es, zu laufen, zu angeln, zu lesen und Bücher zu empfehlen. Mein Tipp für diesen Winter: die Dune-Saga von Frank Herbert. Ich engagiere mich leidenschaftlich für Nachhaltigkeit und bin ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Ich hoffe, dass ich diejenigen, mit denen ich zusammenarbeite, dazu inspirieren kann, das Gleiche zu tun.

Eric: Mein Name ist Eric Möller, ich bin 57 Jahre alt, lebe mit meiner Partnerin vor den Toren Kölns und habe eine Tochter. In meiner Freizeit treibe ich Sport und bin ein leidenschaftlicher Karnevalist, was man als Kölner eigentlich nicht vermeiden kann. Meine berufliche Laufbahn habe ich vor 33 Jahren 1989 als Servicetechniker in Köln begonnen, bevor ich über mehrere Stationen zu meiner jetzigen Position als Head of Customer Services Germany gekommen bin.

David: Ich bin David Marsden und arbeite seit 5 Jahren als Services Director bei Yunex Traffic UK. Davor habe ich über 13 Jahre lang im ITS-Geschäft von Siemens gearbeitet. Ich lebe mit meiner Frau Karen, mit der ich seit 25 Jahren verheiratet bin, in Staffordshire und wir haben zwei Töchter. Ich bin Mitglied des Rates der Highway Electrical Association (HEA) und der Roadside Technology Group der Association for Road Traffic Safety and Management (ARTSM).

Martjin Koolhoven, Eric Möller, David Marsden.

Wie hat sich die Arbeit in Customer Services in den letzten Jahren/Jahrzehnten entwickelt?

Martijn: Yunex Traffic Niederlande hat die Lieferung von (städtischen) Ampelsteuerungen etwa 2012 eingestellt und seinen Schwerpunkt auf industrielle Automatisierungslösungen für große Infrastrukturen wie Tunnel, Brücken, Schleusen und Hochwasserschutzwände verlagert. Diese Branche sowie die Lieferung und Wartung von Steuergeräten für den innerstädtischen Bereich sind seither die treibenden Kräfte in unserem Unternehmen. Das bedeutete, dass wir in den Customer Services auch unsere Ersatzteile, Werkzeuge, Prozesse und Fähigkeiten neu organisieren mussten.

David: Unser Angebot in Großbritannien hat sich ebenfalls weiterentwickelt. Nachdem wir uns zunächst auf die Installation und Wartung von Verkehrssignalen konzentriert haben, sind wir jetzt auch der führende britische Anbieter von Dienstleistungen für die Durchsetzung von Vorschriften und die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. In den letzten 20 Jahren lag unser Kernmarktanteil konstant zwischen 40 und 50 %, wobei wir derzeit über 15.000 Verkehrssignalanlagen warten (so viele wie unsere beiden größten Konkurrenten zusammen). Von dieser Basis aus sind wir in der Lage, die Installation und Wartung von Luftreinhaltezonen im gesamten Vereinigten Königreich sowie die Detektions- und Durchsetzungsinfrastruktur in London zu unterstützen. Diese landesweite Abdeckung war auch der Schlüssel zu unserem Erfolg im schnell wachsenden Electric Vehicle Infrastructrure (EVI)-Sektor.

Eric: Aber nicht nur die Dienstleistungen selbst haben sich verändert: Auch das Servicegeschäft erlebt einen starken Wandel vom on-site und hardware-getriebenen Service zum Software-basierten und remote Service. Während man früher telefonisch vom Straßenverkehrsamt, der Polizei oder der Feuerwehr über eine Störung oder eine ausgeschaltete Signalanlage informiert wurde, zum Einsatzort fahren musste und sich dann erst vor Ort auf Fehlersuche begeben und ggf. noch das benötigte Ersatzteil holen musste, sind die Tools zur Störungsbearbeitung immer häufiger digitalisiert und der Servicetechniker weiß schneller, wo die Fehlerquelle liegt. Mittlerweile sind z.B. weit über 70% der Tätigkeiten im Verkehrsrechnerbereich Remote möglich, wodurch ein Großteil der Fahrten zu den Zentralensystemen entfallen.

Wie sieht die Arbeit in Customer Services bei Yunex Traffic aus?

Martijn: Was mir an Customer Services gefällt, ist, dass man die Arbeit nicht in ein paar Sätzen beschreiben kann. Unser Ziel ist es natürlich, ein Gleichgewicht zwischen Leistung, Risiken und Kosten zu schaffen. Man muss vorbereitet sein, unerwünschte Ereignisse vermeiden und den Kund:innen so gut es geht helfen. Glücklicherweise passiert das Unerwartete aber trotzdem von Zeit zu Zeit. Das ist der Moment, in dem unser Team seine Fähigkeiten und seine Fitness unter Beweis stellen kann. Es ist der kurzfristige Stress, die vorübergehende Unsichtbarkeit und die notwendige Kreativität, die uns alle reizt. Gefolgt von einer großen Erleichterung, wenn wir schließlich eine pünktliche Lösung finden und den erfreuten und beruhigten Kund:innen gegenüberstehen.

Eric: Die Arbeit ist definitiv unvorhersehbar – und so ist auch die Vielfalt der Tätigkeiten enorm. Von der Installation, Inbetriebnahme, Wartung und Entstörung von Verkehrsinfrastrukturprodukten bis hin zur Beratung der Kund:innen über Arbeiten, die direkt vor Ort ausgeführt werden können, sind unsere Servicetechniker:innen mit allem befasst. Dank dieser Vielseitigkeit der Aufgaben können sich unsere Mitarbeiter:innen in verschiedene Richtungen entwickeln – sowohl innerhalb der Customer Services als auch in anderen Bereichen von Yunex Traffic. Das ist zweifellos ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen Berufen.

Was macht die Arbeit in Customer Services bei Yunex Traffic einzigartig?

Martijn: Für mich ist es die Tatsache, dass man eine lebenswichtige Infrastruktur sichert, die jeden Tag von Millionen von Menschen genutzt wird und die fast jeder als selbstverständlich ansieht. Nur wenige wissen, was es braucht, um diese Systeme sicher und zuverlässig am Laufen zu halten. Sie besuchen beeindruckende und abgelegene Orte, zu denen nur wenige Menschen Zugang haben. Und es ist Ihr Wissen, das unsere Straßen sicher macht. Das bringt eine große Verantwortung mit sich, die eine große Ehre verdient und einem das Gefühl gibt, etwas Besonderes zu sein.

Eric: Das erste, was mir in den Sinn kommt, sind die Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten. Sie arbeiten jeden Tag motiviert und engagiert daran, die Mobilität sicherer, effizienter und nachhaltiger zu machen. Mit zukunftsweisenden Infrastruktur- und Verkehrslösungen unterstützen wir mit unserer Arbeit die Städte und Gemeinden in Deutschland dabei, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Städte lebenswerter zu machen. Darüber hinaus gibt es in unserem Unternehmen viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln, wie auch mein persönlicher Karriereweg zeigt. Und er ist in diesem Unternehmen kein Einzelfall.

David: Wir entwickeln uns ständig weiter und suchen immer nach neuen Möglichkeiten, unsere Arbeit zu verbessern und zu optimieren. Zum Beispiel arbeitet unser Engineering Services Team mit den Kollegen in unserem Service Operations Center und den Außendienstmitarbeitern zusammen, um mehr Probleme aus der Ferne zu diagnostizieren und zu lösen. Unser Team ist in den letzten 5 Jahren um über 25 % auf mehr als 500 Mitarbeiter:innen angewachsen und wird voraussichtlich bis 2023 um weitere 50 Mitarbeiter:innen wachsen. All diese neuen Aufgaben stehen sowohl bestehenden Mitarbeiter:innen als auch neuen Talenten offen, so dass viele von ihnen mit Unterstützung unserer Schulungsabteilung schnell wachsen können.

Warum sollten sich Techniker:innen für die Arbeit in euren Teams entscheiden?

David: Wir stehen an vorderster Front und machen jeden Tag einen Unterschied für unsere Kunden. Das ist oft anstrengend, aber auch sehr lohnend, und es trägt zur Bildung starker Teams bei. Außerdem ist es ein unterstützendes Umfeld: Wenn etwas schief geht, schauen wir zuerst auf das System oder den Prozess, nicht auf die Person. Ich glaube auch, dass die Menschen gut sind, wenn sie Spaß an dem haben, was sie gut können, also versuche ich, das zu einem möglichst großen Teil ihrer Arbeit zu machen. Ansonsten können Sie auch meinen Kollegen Stuart Mulliner fragen, dem ich letzte Woche eine Auszeichnung für 50 Jahre Betriebszugehörigkeit überreichen durfte!

Eric: Ein entscheidendes Argument für die meisten unserer Kolleg:innen in Deutschland ist die Tatsache, dass unsere Mitarbeiter:innen kurze Anfahrtswege haben und abends meist zu Hause bei ihren Familien sind. Dies resultiert aus unserer Organisationsstruktur, die wir aufgrund der flächendeckenden Verteilung der Verkehrsinfrastruktur gewählt haben. Darüber hinaus setzen wir uns sehr für den Gemeinschaftssinn und den Teamgeist ein. Zusätzlich zu den jährlichen Firmenveranstaltungen organisieren wir einmal im Jahr ein Fußballturnier, an dem Mannschaften aus allen Bereichen von Yunex Traffic Deutschland teilnehmen.

Martijn: Das ist auch etwas, das ich für die Niederlande hervorheben möchte! Mit verschiedenen Aktivitäten wie gemeinsamen Kursen, Teambuilding-Sitzungen, Spaß und sportlichen Aktivitäten sorgen wir dafür, dass unsere Teams viel Zeit miteinander verbringen können, um ihre Beziehungen zu stärken und so Spaß an der gemeinsamen Arbeit zu haben.

Die Arbeit auf der Straße kann herausfordernd und gefährlich sein: Wie sorgt ihr dafür, dass sich eure Teammitglieder sicher fühlen?

Martijn: Wir haben ein umfangreiches Sicherheitsprogramm, organisieren regelmäßig Veranstaltungen zum Thema Sicherheit, führen Last-Minute-Risikoanalysen (LMRA) durch und sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter:innen gut sichtbares Material für den Arbeitsbereich und persönliche Schutzausrüstung haben. Da es leider immer noch Verkehrsteilnehmer:innen gibt, die während der Fahrt auf ihr Mobiltelefon achten, ist es wichtig, dass wir ständig auf das Risiko aufmerksam sind, das dies für unsere Kolleg:innen im Dienst darstellt. Selbst wenn dies bedeutet, dass wir uns mit dem Kund:innen in Verbindung setzen, um zusätzliche Fahrbahnsperrungen während der Wartungsarbeiten zu besprechen. Unser oberstes Prinzip ist: Wir arbeiten sicher oder wir arbeiten gar nicht.  

Eric: Wir schärfen das Bewusstsein für das Thema Sicherheit durch regelmäßige Schulungen und die vierteljährlich stattfindenden Safety Focus Days. Denn wie Martijn schon sagte: Es ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter:innen verstehen, dass nichts so dringend ist, dass es nicht sicher erledigt werden kann. Wir tun alles dafür, dass unsere Mitarbeitenden jeden Tag Gesund nach Hause kommen und es kommt nicht in Frage, dass “in aller Eile” Sicherheitsvorschriften umgangen oder abgekürzt wurden. Wir gehen offen mit Beinahe-Unfällen um, sodass alle Mitarbeiter:innen darauf aufmerksam gemacht werden können.

David: Dies hat für uns höchste Priorität und muss kulturell geprägt sein. Wenn es darauf ankommt, muss der Instinkt ‘Sicherheit zuerst’ lauten. Wir arbeiten hart daran, dies zu verstärken, und belohnen und bestrafen nicht, wenn die Arbeit aus diesen Gründen eingestellt wird. Auf praktischer Ebene lauten die goldenen Regeln, dass alle Mitarbeiter:innen geschult und kompetent sein, Risikobewertungen durchführen und regelmäßigen Sicherheitsaudits unterzogen werden müssen. In den letzten Jahren haben wir die Sicherheit von Alleinarbeitern durch die Bereitstellung erstklassiger Technologie und Sicherheit verbessert, Kolleg:innen mit regelmäßigen Fit-for-Work-Untersuchungen unterstützt, leichte und komfortable Sicherheitsausrüstung für Arbeiten in der Höhe entwickelt, Programme für psychische Gesundheit und Wohlbefinden initiiert…

Was sind die größten Herausforderungen, die ihr aktuell bewältigen müsst?

David: Zurzeit sind das vor allem die Ressourcen. In einer Zeit, in der unser Unternehmen schnell wächst, ist der Arbeitsmarkt sehr angespannt, was sich sowohl auf unsere Subunternehmer und Lieferanten als auch auf uns selbst auswirkt. Die Vorlaufzeiten für Materialien, insbesondere für elektrische Komponenten, stellen eine große Herausforderung dar. Und selbst wenn wir alle Mitarbeiter:innn und Geräte haben, die wir brauchen, haben wir manchmal Probleme, die Transporter zu bekommen, um sie zur Baustelle zu bringen! Durch die Zusammenarbeit in einem erweiterten Team mit Kolleg:innen aus den Bereichen Personal, Beschaffung, Produktion und anderen haben wir die Kraft und das Vertrauen, diese Herausforderungen zu meistern, und sind überzeugt, dass Yunex Traffic seinen Kund:innen den besten und zuverlässigsten Service bieten kann.

Martijn: Neben den Ressourcen ist es auch die technologische Entwicklung, die uns viel abverlangt. Einige unserer Verträge wurden vor 10 Jahren abgeschlossen, während andere erst vor kurzem begonnen haben und teilweise über 20 Jahre laufen. Das bedeutet, dass wir unser technisches Know-how, unsere Werkzeuge und Ersatzteile über einen längeren Zeitraum verwalten müssen. Man kann heute eine brandneue Technologie einführen und morgen noch mit einem Altsystem arbeiten. Und es geht nicht nur um neue Technologien, auch unser technisches Portfolio wird immer umfangreicher. Wir haben mit industriellen Automatisierungssystemen für große Infrastrukturen begonnen, müssen jetzt aber auch IT-Systeme und Netzwerktechnologie verstehen. Unsere größte Herausforderung besteht darin, all diese Technologien kontinuierlich einzuführen, zu erlernen und zu verwalten. Und das in einer Zeit, in der es sehr schwierig ist, technisch qualifiziertes Personal zu finden.

Was wird das Jahr 2023 für euch und eure Teams bringen?

Martijn: Eines der Dinge, auf die wir uns wirklich freuen, ist die Auslieferung der ersten Charge intelligenter interurbaner Steuergeräte (iWKS auf Niederländisch), die von unseren Kollegen in Poole, Großbritannien, hergestellt werden. Die internationale Zusammenarbeit mit Yunex Traffic in Großbritannien ist wirklich spannend und wir freuen uns darauf, diese Beziehung weiter auszubauen. Ein zweiter Meilenstein ist die Eröffnung des Piet Heintunnels, nach der Renovierung durch Yunex Traffic und Heijmans. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass noch viele weitere Highlights folgen werden!

Eric: EVI und E-Mobilität gehörte bisher nicht zu unseren Geschäftsfeldern, aber wird 2023 immer mehr im Fokus stehen. Wir schließen gerade die ersten Verträge für die Wartung und Entstörung von E-Ladestationen ab. Dabei hilft uns die Flächendeckung bei CS. Das macht uns zu einem attraktiven Partner für unsere Kund:innen im Bereich der EVI und E-Mobilität. Mit diesem Thema werden wir einen weiteren Beitrag zu einer grüneren Mobilität leisten.

David: Es gibt viele Herausforderungen, das ist klar, manche neu, manche bekannt. Aber nachdem wir den Brexit, Covid und (größtenteils) unseren Carve Out überstanden haben, sind wir auf alles vorbereitet, was auf uns zukommt. In Großbritannien werden wir hart daran arbeiten, unsere Dominanz in unserem Kernmarkt zu stärken, und haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt, um unsere Einnahmen aus Managed Services und EVI zu verdoppeln. Wenn jemand das kann, dann sind das wir!

Vielen Dank für das spannende Gespräch!

Wenn dies genau die Stelle ist, die du suchst – sprich uns an! Wir sind immer auf der Suche nach engagierten Mitarbeiter:innen, die uns helfen, unsere Straßen sicherer und grüner zu machen.